Gemeinsam barrierefrei
Inklusionstag auf dem 134. Rudolstädter Vogelschießen
Das Rudolstädter Vogelschießen, eines der größten und traditionsreichsten Volksfeste Thüringens, feiert in diesem Jahr seine 134. Auflage. Neben rasanten Fahrgeschäften und kulinarischen Highlights stand am Dienstag, dem 25. August 2026, jedoch ein ganz besonderes Thema im Mittelpunkt: die gelebte Inklusion.
Kurz nach der offiziellen Eröffnung des Festes setzte Rudolstadts Bürgermeister Jörg Reichl ein starkes Zeichen für gesellschaftliche Teilhabe. Er hatte Menschen mit Handicaps zu einem exklusiven Erlebnis eingeladen. Für zwei Stunden öffneten die Schausteller ihre Fahrgeschäfte für diese besonderen Gäste – komplett kostenfrei.
Unter den Gästen befanden sich auch 14 Mitglieder des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Thüringen e.V. Nach der offiziellen Begrüßung durch das Stadtoberhaupt gab es für die Teilnehmer kein Halten mehr. Ob rasante Runden im Autoscooter, die klassische Fahrt mit der Berg- und Talbahn oder der Nervenkitzel im „Freien Fall“ – der Spaß stand allen Beteiligten ins Gesicht geschrieben.
Ein entscheidender Faktor für den Erfolg des Nachmittags war das Personal vor Ort. Die Mitarbeiter der Fahrgeschäfte zeigten sich bestens auf die Bedürfnisse der Besucher eingestellt. Mit viel Geduld, Feingefühl und helfenden Händen sorgten sie dafür, dass alle Fahrgäste sicher ein- und aussteigen und die Fahrten unbeschwert genießen konnten.
Ein besonderer Dank der Teilnehmer galt am Ende der Vorsitzenden der Kreisorganisation Saalfeld/Rudolstadt sowie Bürgermeister Reichl für die gelungene Organisation. Durch ihr Engagement wurde nicht nur der Grundstein für viele neue Kontakte gelegt. Die Veranstaltung hat eindrucksvoll gezeigt, dass Menschen mit Handicap ein fester Teil der Gemeinschaft sind und die Teilhabe an allen Lebensbereichen eine Selbstverständlichkeit sein sollte.
Bericht und Foto: Jana Voigt

