Gehörlosengeld in Thüringen auf den Weg gebracht

Archiv 2017 >> Aktuelle Meldungen

„Endlich werden auch die gehörlosen Menschen in Thüringen einen monatlichen Nachteilausgleich in
Höhe von 100 Euro rückwirkend zum 1. Juli 2017 bekommen. Das begrüße ich außerordentlich.
Damit wird eine jahrelange Forderung der LINKEN umgesetzt“, sagt Karola Stange,
behindertenpolitische Sprecherin der LINKE-Landtagsfraktion, anlässlich des heutigen
Kabinettsbeschlusses der rot-rot-grünen Landesregierung.
Mit der Einführung eines Gehörlosengeldes werden
dann erstmals alle blinden, taubblinden und
sinnesbehinderten Menschen in Thüringen einen
finanziellen Beitrag zum Ausgleich ihrer
behinderungsbedingten Mehraufwendungen erhalten.
Das Thüringer Blindengeldgesetz wird zum Thüringer
Gesetz über das Sinnesbehindertengeld infolge der
Erweiterung des Kreises der Leistungsberechtigten auf
alle schwer sinnesbehinderten Menschen.
„Damit erhalten die rund 1.900 gehörlosen Menschen in Thüringen einen Nachteilsausgleich und
eine notwendige Unterstützung für die Teilhabe am Leben in allen Bereichen der Gesellschaft. Das
gilt vor allem für ein selbstbestimmtes Wohnen außerhalb von Einrichtungen, aber auch für
Arztbesuche, Teilnahme an Volkshochschul-Kursen oder kulturelle Veranstaltungen“, teilt die
Politikerin mit. Das von der Landesregierung angekündigte Thüringer Gesetz über das
Sinnesbehindertengeld soll noch im Dezember dieses Jahres in den Landtag eingebracht werden und
zusammen mit Behindertenverbänden bzw. -gremien und Selbstvertretungen der Betroffenen, die
seit Jahren diese Änderung einfordern, im Landtag beraten werden.

Zuletzt geändert am: 12.12.2017

Zurück