Logo Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB) Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung

zur Stärkung der Selbstbestimmung für Menschen mit Behinderungen und von Behinderung bedrohter Menschen

Die Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (kurz EUTB) ist ein neues Beratungsangebot für Menschen mit Behinderungen und von Behinderung bedrohte Menschen. Es arbeitet nach dem Prinzip „Eine für alle“. Das bedeutet: Die Nutzer*innen können sich mit allen Anfragen an ihre EUTB-Beratungsangebote vor Ort wenden.

Die Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung ist im neuen Sozialgesetzbuch IX, § 32 beschrieben. Es handelt sich hierbei um ein Beratungsangebot, das man schon in Anspruch nehmen kann, bevor man Leistungen beantragt. Diese Beratung soll niedrigschwellig sein und unabhängig von Leistungsträgern und Leistungserbringern erfolgen. Es findet ergänzend zu der Beratung der Rehabilitationsträger statt, die ihrerseits weiterhin Anlaufstellen zur Beratung vorhalten. Die Beratungsangebote werden von dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) aus Bundesmitteln gefördert.

Der Blinden- und Sehbehindertenverband Thüringen e.V. hat sich erfolgreich für die Einrichtung einer Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatungsstelle beworben. Nach der Einrichtungs- und Qualifizierungsphase wird das EUTB-Angebot, ab Mitte Juli 2018, seine Tätigkeit aufnehmen.

Der Wirkungskreis erstreckt sich auf den gesamten Freistaat Thüringen, in enger Kooperation mit dem bereits bestehenden Beratungsangebot „Blickpunkt Auge“ und einem ein breitgefächerten Netzwerk von Beratungsangeboten in Thüringen.

Kontakt:

EUTB
Blinden- und Sehbehindertenverband Thüringen e. V.
Gutenbergstr. 29 a
99423 Weimar

Tel.: 03643 742912
E-Mail: eutb@bsvt.org

 

Aktuelle Meldungen

Fachtagung der EUTB hat erfolgreich in Berlin stattgefunden

EUTB >>

Unter dem Motto „Eine für Alle" nahmen am 14. und 15. Juni etwa 500 Beraterinnen und Berater von örtlichen Beratungsangeboten an der Fachtagung der „Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB) – Eine für Alle“ in Berlin teil.

Kerstin Griese, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Arbeit und Soziales, begrüßte die Gäste mit folgenden Worten: „Wir sorgen flächendeckend für gute und unabhängige Beratung, die allein den Ratsuchenden verpflichtet ist und ihr Vertrauen findet. Sie soll Menschen mit Behinderungen und von Behinderung bedrohte Menschen und ihre Angehörigen effektiv dabei unterstützen, wenn es um ihre Rechte auf Selbstbestimmung, eigenständige Lebensplanung und Teilhabeleistungen geht.“

Die Fachtagung bot den Beraterinnen und Beratern die Möglichkeit, sich weiterzubilden, auszutauschen und Informationen sowie Anregungen zu ihrer Beratertätigkeit zu erhalten. So fand zum Beispiel ein kreativer Dialog zum Peer-Counseling, der Beratung von Betroffenen durch Betroffene, unter Beteiligung eines erfahrenen Beraters und Angehörigen des BMAS statt. In fünf verschiedenen Foren wurden die Themen Projektförderung, Evaluation, Qualität der Teilhabeberatung, Qualifizierung und Öffentlichkeitsarbeit sowie Vernetzung diskutiert.

Die Teilnehmenden nutzten die Pausen und das abendliche Zusammensein für den Austausch untereinander sowie mit den Beteiligten der Fachstelle Teilhabeberatung. Ein guter Start für die zukünftige Vernetzung der EUTB-Beraterinnen und Berater.

Zurück