Einmal Barock und zurück – oder ein Tagesausflug zum Schloss Friedenstein

Bild vom Schloss FriedensteinAm 01. September trafen sich 14 Mitglieder und Wegbegleiter der Kreisorganisation Jena am dortigen Westbahnhof, um gemeinsam einen erlebnisreichen Tag zu verbringen. Mit dem Zug ging es nach Gotha. Von dort aus war nach einem etwa 20 Minütigen Fußmarsch das Ziel Schloss Friedenstein greifbar.

Das Schloss Friedenstein ist als einzigartiges Ensemble erhalten mit den historischen Repräsentationsräumen aus Barock und Klassizismus, dem Ekhof-Theater und  ebenso vielfältigen wie reichen kunstgeschichtlichen, historischen und naturkundlichen Sammlungen, die in drei Museen im Schloss (Schlossmuseum, Historisches Museum, Museum der Natur) und im Herzoglichen Museum präsentiert werden.
Hier lässt sich vorzüglich barockes und aufklärerisches Denken und Handeln nachvollziehen. Empfangen und durch das Schloss Museum geführt wurde die Gruppe von Frau Hill, der Museumspädagogin. Die Führung wurde durch verschiedene Exponate wie beispielsweise Stücke einer barocken Wandtapete sowie Kleidungsstücke und Trinkgefäße aus jener Zeit für alle Teilnehmenden haptisch fühlbar.
Erbaut wurde das Schloss zum Ende des dreißigjährigen Krieges.

Viele Ausstellungsgegenstände sind aus dieser Zeit erhalten geblieben. Empfangsräume, Arbeitszimmer, Schlaf- und Ankleidegemach wie auch die Kunst-kammer und der Ballsaal waren für die Gruppe durch die Erklärungen der Museumspädagogin sehr gut vorstellbar. Sodass auch der Prunk und die Ästhetik des Spätbarock tatsächlich zum individuell wahrnehmbaren Erlebnis wurden. 

Nach etwa zweieinhalb Stündiger Führung musste die Gruppe sehr schnell das Schloss verlassen, um rechtzeitig zum Mittag-essen in die Innen-stadt zu gelang-en. Unterwegs wurde noch ein Erinnerungsfoto mit allen Teilnehmenden gemacht.
Die Essensauswahl wurde vorab getroffen, sodass die Teilnehmenden nun noch Zeit für Gespräche mit einander hatten. Gut gestärkt trat die Gruppe nach dem Essen den Weg zurück zum Schloss in das Ekhoftheater an.

Dazwischen jedoch, wurde ein Relief von der Stadt Gotha mit seinem Barockensembel gefunden. Dadurch bekamen auch die Menschen ohne oder mit nur einem sehr geringen Sehrest eine Vorstellung von der Schlossanlage. Das Ekhoftheater besteht seit 1685 und ist seit dem kaum verändert wurden. Bevor es diese Spielstätte gab, war am unteren Westflügel ein großer Turnsaal installiert. Nach wie vor wird das Theater für Aufführungen und Konzerte genutzt. Auch hier findet sich der barocke Reichtum an den Wänden, der Beleuchtung und Bestuhlung wieder.

Nun war es dann Zeit für den Rückweg. Ein wirklich sehr schöner Tag im Spätsommer mit passender Wetterregie und eindrucksvollen Darstellungen der barocken Lebenswelt neigte sich dem Ende.

Es bleibt nur noch den Initiatoren und der Organisation durch Frau Aepfler und Frau Warwel recht herzlich zu Danken.

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